Was kostet eine Website? Eine ehrliche Antwort von dem, der das Angebot schreibt
Warum zwei Angebote für dieselbe Website Tausende Euro auseinanderliegen können, was den Preis wirklich bestimmt und wie du an eine Zahl kommst, mit der du planen kannst.
"Was kostet eine Website?" ist die Frage, die ich am häufigsten höre, und sie ist ungefähr so leicht zu beantworten wie "Was kostet ein Haus?". Gartenhütte und Villa haben beide ein Dach. Trotzdem hilft "kommt drauf an" niemandem, also hier, worauf es tatsächlich ankommt.
Die vier Dinge, die den Preis bewegen
Seiten und Inhalte. Ein Onepager mit deiner Geschichte, drei Bildern und einem Kontaktformular ist ein anderer Job als zwanzig Seiten mit Blog, Team-Bereich und Buchungsstrecke. Jeder Seitentyp (Startseite, Projekt, Artikel, Kontakt) muss gestaltet, gebaut und auf dem Handy getestet werden. Zehn Seiten mit derselben Vorlage kosten deutlich weniger als fünf Seiten, die alle anders aussehen.
Gestaltungstiefe. Ein gutes Theme in deinen Farben und Schriften geht schnell. Ein Design, das von null für deine Marke entsteht, heißt Konzept, Skizzen, eine Bildsprache und Feedbackrunden. Da steckt die meiste Zeit drin, und genau da kommt auch der Unterschied her, den man sieht.
Funktionen. Shop, Buchungssystem, Mitgliederbereich, mehrere Sprachen, Anbindung an dein CRM oder deinen Newsletter. Jedes davon ist ein kleines Projekt für sich, mit eigenen Sonderfällen.
Inhalte, die es noch nicht gibt. Texte, Fotos, Übersetzungen. Wenn die Website auf Inhalte wartet, wartet auch der Launch. Texten und Fotografie können Teil des Auftrags sein, aber als eigener Posten, nicht als Gratiszugabe.
Zwei Angebote für dieselbe Website sind selten Angebote für dieselbe Website.
Warum Angebote so weit auseinanderliegen
Wenn die eine 1.500 Euro sagt und der andere 8.000, haben sie sich meistens zwei verschiedene Projekte vorgestellt. Das günstige heißt oft: Vorlage, deine Inhalte reinkopiert, kein Strategiegespräch, eine Feedbackrunde. Das teure enthält oft einen Workshop, ein eigenes Design, Animation, SEO-Grundlagen und eine Einweisung, damit du selbst pflegen kannst.
Beides ist nicht falsch. Es beantwortet nur unterschiedliche Fragen. Sinnvoll ist, zu vergleichen, was in den Angeboten drinsteht, und nicht die Zahl in der letzten Zeile.
Frag in jedem Angebot danach
- Welche Seiten und Vorlagen enthalten sind, mit Namen.
- Wie viele Feedbackrunden, und was nach der letzten passiert.
- Wer die Texte schreibt und wer die Fotos liefert.
- Ob und wie du Inhalte später selbst ändern kannst.
- Was Hosting, Domain und Wartung pro Jahr kosten.
- Was ausdrücklich nicht enthalten ist.
Der letzte Punkt fehlt am häufigsten und sorgt später für den meisten Ärger.
Laufende Kosten gehören zum Preis
Eine Website bezahlst du nicht nur einmal. Hosting, Domain, ein Redaktionssystem, Updates und ab und zu ein Fix ergeben eine Summe pro Jahr. Bei einer kleinen statischen Seite kann die sehr niedrig sein, bei einem Shop mit Plugins ist das ein echter Monatsposten. Lass sie dir vorher nennen, damit die Website auch im dritten Jahr noch Sinn ergibt.
Wie ich das mache
Ich schreibe Festpreisangebote nach einem kurzen Gespräch, mit jeder Seite und jeder Funktion aufgelistet. Wenn mitten im Projekt etwas Neues dazukommt, reden wir darüber, bevor ich es baue, nicht danach. In meinem Preisbereich stehen Startpunkte, damit du schon vor dem Gespräch ungefähr weißt, wo du landest.
Die günstigste Website ist die, die du nur einmal bezahlen musst, weil sie in fünf Jahren immer noch für dich arbeitet.