← Zurück zum Journal
PerformanceWebdesignSEO

Warum eine langsame Website dich leise Kunden kostet

Besucher entscheiden in Sekunden, ob sie bleiben. Was Websites kleiner Betriebe langsam macht, wie du deine in zwei Minuten prüfst und welche paar Maßnahmen am meisten bringen.

Über eine langsame Website beschwert sich niemand. Die Leute gehen einfach. Zurück-Taste, nächstes Ergebnis, und an dich denken sie nie wieder. Genau deshalb wird Tempo so leicht unterschätzt: Die Leute, die du verlierst, sagen dir nie, dass sie da waren.

Prüf deine Seite in zwei Minuten

Öffne deine Website am Handy, im Mobilnetz, nicht im Büro-WLAN. Zähl, wie lange es dauert, bis du den ersten Bildschirm lesen und etwas antippen kannst. Dann gib die Adresse bei Googles kostenlosem PageSpeed Insights ein und schau auf den Wert für Mobilgeräte. Du musst nicht jede Zahl verstehen. Wenn die Seite mehrere Sekunden braucht und der Wert rot ist, hast du ein Problem gefunden, das sich zu lösen lohnt.

Was kleine Seiten meistens langsam macht

Riesige Bilder. Ein Foto direkt aus der Kamera kann mehrere Megabyte haben. Am Handy wird es nur einen Bruchteil so groß angezeigt, laden muss trotzdem die ganze Datei. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache.

Zu viele Plugins und Skripte. Slider, Chat-Widgets, Social-Feeds, Tracking, Schriften-Lader. Jedes einzeln ist klein. Zusammen läppert es sich, und viele laden, bevor die Seite überhaupt etwas zeigen kann.

Schwere Themes. Alleskönner-Vorlagen bringen Code für jede Funktion mit, die sie anbieten, ob genutzt oder nicht.

Billiges Hosting. Einen langsamen Server kann kein Design retten.

Die Leute, die eine langsame Website verliert, sagen dir nie, dass sie da waren.

Die Maßnahmen mit der größten Wirkung

  1. Bilder verkleinern und komprimieren und in modernen Formaten wie WebP oder AVIF ausliefern. Das allein halbiert oft die Ladezeit.
  2. Weg mit allem, was du nicht nutzt. Jedes Plugin und jedes Skript muss sich seinen Platz verdienen.
  3. Schriften vom eigenen Server laden, nur in den Schnitten, die du wirklich nutzt.
  4. Lazy Loading für Bilder weiter unten, damit der erste Bildschirm zuerst kommt.
  5. Über eine statische Lösung nachdenken, wenn sich die Seite nicht stündlich ändert. Vorgebaute Seiten aus einem schnellen Netzwerk sind kaum zu schlagen.

Tempo und Google

Google misst, wie schnell echte Besucher deine Seite erleben (die Core Web Vitals), und nutzt das als eines von vielen Ranking-Signalen. Tempo allein bringt dich nicht nach oben. Aber zwischen zwei gleich guten Seiten hat die schnellere die Nase vorn, und eine sehr langsame Seite wird ausgebremst.

Schön und schnell sind keine Gegensätze

Viele denken, eine Website mit großen Fotos, Animation oder sogar 3D muss langsam sein. Muss sie nicht, wenn jedes Teil so gebaut ist, dass es effizient lädt. Das ist mir wichtig, mehr dazu steht in Wenn Performance auf Poesie trifft.

Eine schnelle Website fühlt sich nicht schnell an. Sie fühlt sich an, als wäre nichts im Weg, und genau darum geht es.